Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Referat C 1
Jugend- und Familienpolitik
Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen

Franz-Josef Röder-Str. 23
66119 Saarbrücken

www.soziales.saarland.de
www.fruehe-hilfen.saarland.de


Martina Engel-Otto

Tel: 0681 501-3123
Fax: 0681 501-7911
E-Mail: M.Engel-Otto(at)soziales.saarland.de
E-Mail: fruehehilfen(at)soziales.saarland.de


Bundesinitiative Frühe Hilfen spezifische Angaben

Landeskonzept

Die "Gesamtkonzeption Frühe Hilfen im Saarland" besteht aus folgenden Struktur-Bausteinen:

  1. der Landeskoordination,
  2. den Präventionsangeboten mit den Inhalten des Elternkurs "Das Baby verstehen",
  3. den Koordinationsstellen in den Landkreisen,
  4. den Angeboten der aufsuchenden Arbeit der Familienhebammen und Sozialpädiatrischen Familienbegleiterinnen und –begleiter,
  5. den regionalen Netzwerken für Eltern.

Strukturen und Inhalte werden konzeptionell weiterentwickelt und in einem Regelangebot verstetigt.
Durch die Entwicklung des "KompetenzZentrum Frühe Hilfen" wird die Landeskoordination in eine landesweite Kooperationsstruktur mit dem Ziel der Bündelung der Ressourcen und Kompetenzen eingebettet.


Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote

Die Landeskoordinierungsstelle steuert, koordiniert und begleitet die landesweite, in den Eckpunkten einheitliche Umsetzung der Angebote der Frühen Hilfen auf regionaler Ebene auf der Grundlage der bestehenden Kooperations- und Förderstrukturen. Durch den Aufbau des KompetenzZentrums Frühe Hilfen wird diese Kooperationsstruktur weiterentwickelt und der Rahmen gesetzt für einen landesweiten fachlichen Austausch und die flächendeckende, konzeptionelle Weiterentwicklung im Sinn der Qualifizierung der Frühen Hilfen im Saarland.

Gremien des KompetenzZentrums sind

  • die Arbeitsgruppe der KoordinatorInnen (Regionale KoordinatorInnen, Leitung: Landeskoordinierungsstelle), die Arbeitsgruppe der Fachkräfte (Familienhebammen, Sozialpädiatrische Familienbegleiterinnen und –begleiter, Leitung: Landeskoordinierungsstelle),
  • die Arbeitsgruppe der Supervisorinnen und Supervisoren der Frühen Hilfen (Qualitätszirkel),
  • der Beirat Frühe Hilfen (mit den Frühen Hilfen befasste Institutionen auf Leitungseben, Leitung Landeskoordinierungsstelle).

In den Jahren 2012 und 2013 wurde die Praxis der Frühen Hilfen in den Landkreisen und dem Regionalverband durch das Institut für psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie am Universitätsklinikum Heidelberg im Auftrag der Landeskoordinierungsstelle unterstützt.

Im Jahr 2012 wurde zur Sicherstellung des Angebotes der aufsuchenden Arbeit auf regionaler Ebene der dritte Kurs zur Ausbildung von Hebammen zu Familienhebammen und von Kinderkrankenschwestern zu Sozialpädiatrischen FamilienbegleiterInnen unter Federführung der Landeskoordinierungsstelle durchgeführt.

Das Curriculum der Ausbildung wurde an das Kompetenzprofil des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen angepasst. Bisher nicht berücksichtigte Inhalte wurden im Zuge von Rezertifizierungsmaßnahmen vermittelt.

Für die regionalen KoordinatorInnen und die Fachkräfte der aufsuchenden Arbeit werden kontinuierlich Fortbildungen angeboten. Der Fortbildungsbedarf wird durch die Landeskoordinierungsstelle mit den Fachkräften abgestimmt.
Die Landeskoordinierungsstelle unterstützt als konzeptionelle Bestandteile des KomptenzZentrums Frühe Hilfen die Landkreise und den Regionalverband Saarbrücken in allen Fragen der Teilhabe an der Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen.

Die Landeskoordinierungsstelle hat einen "SupervisorInnenpool Frühe Hilfen" gebildet und den Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken zur Umsetzung des "verpflichtenden Supervisionsangebotes" für die Fachkräfte der aufsuchenden Arbeit und der KoordinatorInnen zur Verfügung gestellt. Zur Qualifizierung dieses Angebotes hat die Landeskoordinierungsstelle einen "Qualitätszirkel der Supervisorinnen und Supervisoren" initiiert.


Was sonst noch wichtig ist?

Die durch die Bundesinitiative geforderte Einrichtung einer Landeskoordinierungsstelle baut im Saarland auf der bisherigen Projektstruktur der Steuerung auf Landesebene und der Kooperation mit den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken auf.Die Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken führen die bereits in der Modellphase geschaffenen Koordinierungsstellen weiter. Personalisiert sind diese in der Regel mit einer Kinderärztin als Koordinatorin der Gesundheitshilfe und einer Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin als Koordinatorin der Jugendhilfe, jeweils im Umfang von mindestens einer halben Stelle. Damit besteht im Saarland eine flächendeckende Struktur zur Bildung von Netzwerken und zur Umsetzung der aufsuchenden Arbeit im Sinn der Förderbereiche eins und zwei der Verwaltungsvereinbarung zur Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen 2012 – 2015. Die Förderkriterien des Saarlandes tragen diesem Umstand Rechnung und priorisieren das Weiterentwicklungsinteresse des Ausbaus und der Qualifizierung der aufsuchenden Arbeit, der primären Prävention und der Einbindung ehrenamtlichen Engagements in der Familienbegleitung.


Items zum Land

Einwohnerzahl: 997.855 Stand Einwohnerzahl: 31. Dezember 2011 Fläche: 2.569,69 km² Anzahl Landkreise und kreisfreie Städte: 6 Anzahl der Jugendämter: 6 Spezifika des Bundeslandes Mit Beginn des Jahres 2008 wurde im Saarland das Modellprojekt "Frühe Hilfen – Keiner fällt durchs Netz" gemeinsam mit den Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken umgesetzt. Das Saarland hat als erstes Bundesland ein solch flächendeckendes Angebot vorgehalten und hat somit eine Vorreiterrolle im Bund übernommen. Die Gesamtkonzeption zur Weiterentwicklung der Inhalte des bisherigen saarländischen Modellprojektes "Frühe Hilfen – Keiner fällt durchs Netz" in ein Regelangebot wurde vom BMFSFJ fachlich anerkannt und in die Förderung durch die Bundesinitiative aufgenommen.