Heike Bludau

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Landeskoordinierungsstelle für die Bundesinitiative Frühe Hilfen

Am Waterlooplatz 11
30169 Hannover

Tel.: 0511 106-7480 
Fax: 0511 106-2612
E-Mail: Heike.Bludau(at)ls.niedersachsen.de

www.soziales.niedersachsen.de


Anke Boes

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Landeskoordinierungsstelle für die Bundesinitiative Frühe Hilfen

Am Waterlooplatz 11
30169 Hannover

Tel.: 0511 106-7080 
Fax: 0511 106 99-7080 
E-Mail: Anke.Boes(at)ls.niedersachsen.de

www.jugendhilfe.niedersachsen.de


Bundesinitiative Frühe Hilfen spezifische Angaben

Landeskonzept

Aufbauend auf den oben genannten, in Niedersachsen bereits modellhaft durchgeführten Maßnahmen wird der künftige Schwerpunkt darauf gelegt, die Angebote Früher Hilfen und des präventiven Kinderschutzes flächendeckend zu etablieren.

Im Rahme der ersten Förderphase (01.07.2012 – 30.06.2014) steht der landesweite, flächendeckende und nachhaltige Einsatz von Familienhebammen sowie bei nicht zu deckendem Bedarf vergleichbarer Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich im Rahmen kommunaler Netzwerke im Vordergrund.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die flächendeckende Verankerung kommunaler Netzwerke Früher Hilfen in dieser Förderperiode.


Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote

Im Rahmen der Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen wird den Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren eine Unterstützungsangebot seitens des Landes Niedersachsen unterbreitet. Zum einen besteht das Unterstützungsangebot aus den zweimal jährlich stattfindenden überregionalen Netzwerktreffen (Aufteilung in 4 Regionen: Braunschweig, Hannover, Lüneburg, Oldenburg), das dem Austausch und den Informationsfluss der kommunalen Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren dient. Zum anderen wird den Kommunen die Vor-Ort-Beratungsgespräche angeboten. Weiterhin wird den Kommunalen Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren  eine 2-tägige Fortbildungsreihe mit insgesamt 4 Modulen zu unterschiedlichen Themenbereichen  der Netzwerkarbeit angeboten (1. Modul: Fachliche und rechtliche Grundlagen; 2. Modul: Aufbau und Struktur von Netzwerken Früher Hilfen; 3.Modul: Methoden der Beteiligung und Vernetzung; 4. Modul: Gemeinsame Standards und Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen. 


Was sonst noch wichtig ist

Niedersachsen bietet seit 2012 ein onlinebasiertes Fach- und Familieninformationssystem „Frühe Hilfen FIS“ (www.fruehe-hilfen-niedersachsen.de) an. Dieses vom Nds. Sozialministerium in Zusammenarbeit mit den Kommunen betriebene System bietet Fachkräften und Familien die Möglichkeit, Angebote früher Hilfen vor Ort 

Die Web-Seite www.kinderschutz-niedersachsen.de bietet ein breites Angebot an verschiedenen Adressen, Einrichtungen und Informationen rund um das Thema Kinderschutz an. Die Webseite wird vom Niedersächsischen Sozialministerium gefördert. 


Items zum Land

Einwohnerzahl:  7.920 Mio. (31. Oktober 2012)
Fläche: 47.634,90 qm
(Flächenmäßig ist es nach dem Freistaat Bayern das zweitgrößte deutsche Land.) 
Anzahl Landkreise und kreisfreie Städte: 38 Lk (inkl. Region Hannover), 8 kreisfreie Städte
Anzahl der Jugendämter: 57


Spezifika des Bundeslandes

Zwischen 2007 und 2011 gab es ein Modellprojekt „Koordinierungszentren Kinderschutzkommunale Netzwerke Früher Hilfen“, in dem die verbindliche Zusammenarbeit der Jugendhilfe mit anderen Institutionen, vor allem aus dem Gesundheitsbereich erprobt wurde. Modellstandorte sind Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg. Darüber hinaus wurde 24 Jugendämtern eine externe Beratung zur Entwicklung eigener Netzwerke früher Hilfen angeboten.

In der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ wurden seit 2006 mehr als 200 Familienhebammen qualifiziert; es gibt die bundesweit erste Weiterbildung zur staatlich anerkannten Familienhebamme. 

Schließlich werden Ehrenamtsstrukturen („Projekt wellcome“) an derzeit 23 Standorten durchgeführt und vom Land durch die Förderung eines Landesbüros unterstützt. 

Weiterhin wird seitens des Landes die Präventionsstelle Kinderschutzkonzepte des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Niedersachsen, gefördert.