Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Koordinierungsstelle Frühe Hilfen
Referat Familienpolitik, Kinderschutz, Frühe Hilfen

Dostojewskistraße 4
65187 Wiesbaden

www.soziales.hessen.de


Sabine Stahl

Tel.: 0611 817-2160 oder 0561 3085-209
E-Mail: Sabine.Stahl(at)hsm.hessen.de


Janina Schmidt

Tel.: 0611 817-3314
E-Mail: Janina.Schmidt(at)hsm.hessen.de


Bundesinitiative Frühe Hilfen spezifische Angaben

Landeskonzept

Im Interesse des Landes liegen zum jetzigen Zeitpunkt vor allem der Auf- und Ausbau der lokalen Netzwerke Frühe Hilfen und der Einsatz der Koordinatorinnen und Koordinatoren. Ziel ist eine flächendeckende Angleichung der Strukturen in Hessen. Weiterhin ist der Einbezug des Gesundheitswesens in die Netzwerke Frühe Hilfen im Fokus der Landeskoordination. 

Um den Bedarfen der Familien vor Ort gerecht zu werden, wird der Einsatz bzw. vorab die Qualifizierung von Familienhebammen und FGKiKP durch Landesmittel gefördert. Der Einsatz von Ehrenamtlichen wird ebenfalls gefördert, wobei perspektivisch Qualitätskriterien für den Einsatz von Ehrenamtlichen entwickelt werden sollen.


Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote

Im Rahmen einer Qualifizierung durch das ISS in Frankfurt am Main wurden den mittlerweile in allen hessischen Kommunen eingesetzten Netzwerkkoordinatoren wichtige Inhalte von Netzwerkarbeit vermittelt und Konzepte für Netzwerkkoordination in Hessen entwickelt. Von der Landeskoordinierungsstelle wurde ein Qualitätszirkel Netzwerkkoordination eingerichtet, um mit dessen Unterstützung die 2-3 Mal jährlich stattfindenden Arbeitstagungen mit den Netzwerkkoordinatoren zu konzipieren und einen direkten Austausch zu gewährleisten.

Die Qualifizierung zur Familienhebamme wird in Hessen bereits seit 2006 angeboten. Seit 2013 wurde die Qualifizierung ausgeweitet auf Kinderkrankenschwestern, die sich nun zum/zur Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in (FGKiKP) fortbilden können. Hierzu wurde mit den Berufsverbänden der Hebammen und der Kinderkrankenschwestern ein gemeinsames Curriculum für die gemeinsame Qualifizierung zur Familienhebamme bzw. zum/zur FGKiKP erarbeitet.


Was sonst noch wichtig ist?

Durch das seit 01. Januar 2008 in Kraft getretene Kindergesundheitsschutzgesetz wird der Bereich der Frühen Hilfen gestreift, da alle Eltern in Hessen verpflichtet sind, ihre Kinder in vorgegebenen Rhythmen zu den von den Krankenkassen finanzierten Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9) zu bringen. Wird eine Untersuchung versäumt und nicht nachgeholt, erhalten die zuständigen Jugendämter eine entsprechende Information.


Items zum Land

Einwohnerzahl: 6.092.126
Stand Einwohnerzahl: 31.12.2011
Fläche: 21.114,91 km²
Anzahl Landkreise und kreisfreie Städte: 26
Anzahl der Jugendämter: 33


Spezifika des Bundeslandes

Hessische Landkreise sowie kreisfreie und Sonderstatusstädte haben in den letzten Jahren bereits vielfältige Projekte im Bereich der Frühen Hilfen entwickelt, wie beispielsweise die Unterstützung von Familien durch ehrenamtliche Familienpaten oder durch Familienhebammen.

In dem Modellprojekt „Keiner fällt durch´s Netz“ wurden in vier hessischen Landkreisen und Städten Strukturen aufgebaut, um Zugang zu allen Familien mit Neugeborenen herzustellen, Familien mit Risikofaktoren zu identifizieren und angemessene Hilfestellung zu vermitteln. Das Projekt „Familienstadt mit Zukunft“ wird derzeit in 2 hessischen Städten durchgeführt und ermöglicht die Implementierung innovativer familienpolitischer Maßnahmen.

Seit 2013 existiert in Ergänzung zur Bundesinitiative ein Landesprogramm, um freie und kommunale Träger bei der Umsetzung von Projekten in den Bereichen Frühe Hilfen, Prävention und Kinderschutz zu fördern.

Für weiterführende Informationen:
www.familienatlas.de
www.sozialnetz.de