Beschluss der JFMK 2009: Aktuelle Entwicklungen

Seit der Sonder-JFMK im Dezember 2006 haben zehn Länder durch gesetzliche Maßnahmen Voraussetzungen für einen Verbesserung des Kinderschutzes geschaffen. Dies sind:

  • Bayern: Gesetz zur Änderung des Gesundheitsdienst- und Verbraucherschutzgesetzes und des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen v. 24.4.2008, GVBl S. 132,
  • Brandenburg: §§ 6 f Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst v. 23.4.2008, GVBl S. 95,
  • Bremen: Gesetz zur Sicherung des Kindeswohls und zum Schutz vor Kindesvernachlässigung v. 30.4.2007, GVBl S. 317,
  • Hessen: Kindergesundheitsschutzgesetz v. 14.12.2007 (GVBl 856),
  • Mecklenburg-Vorpommern: Dritte Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Öffentlichen Gesundheitsdienst (seit dem 15.10.2008 in Kraft)
  • Nordrhein-Westfalen. VO zur Datenmeldung der Teilnahme an Kinderfrüherkennungsuntersuchungen v. 10.9.2008, GVBl S. 609,
  • Rheinland-Pfalz: Landesgesetz zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit Rheinland-Pfalz (RPLKindSchuG) v. 7.3.2008, GVBl S. 52.
  • Saarland: Verordnung über die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen für Kinder v. 12.4.2007 (ABl. S. 910),
  • Schleswig-Holstein: Gesetz zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen Schleswig-Holstein (SHKinderschutzG) v. 29.5.2008, GVBl S. 270,
  • Thüringen: Gesetz zur Weiterentwicklung des Kinderschutzes v. 16.12.2008, GVBl S. 553

Drei Länder haben entsprechende Gesetze in der Beratung:

  • Baden-Württemberg: Entwurf eines Gesetzes zum präventiven Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen v. 18. 11. 2008, LT- Drs. 14/3587,
  • Niedersachsen: Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Gesundheit und Verbesserung des Schutzes von Kindern v. 10.12.2008, LT- Drs. 16/755,
  • Sachsen-Anhalt: Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des Schutzes von Kindern v. 19.6.2008.

Die Bundesregierung hat den Entwurf für ein Kinderschutzgesetz vorgelegt, das sich gegenwärtig in der parlamentarischen Beratung befindet (BT-Drs. 59/09). In dem Zusammenhang liegt auch der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes (BZRG) vor.

Acht Länder haben zusätzlich Exekutivprogramme entwickelt:

  • Baden-Württemberg: Maßnahmenkatalog zum Kinderschutz des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familein und Senioren,
  • Berlin: Gemeinsame Ausführungsvorschriften über die Durchführung von Maßnahmen zum Kinderschutz in den Jugend- und Gesundheitsämtern v. 2.4.2008, ABl. S. 1210,
  • Brandenburg: Programm zur Qualifizierung der Kinderschutzarbeit im Land Brandenburg (Beschluss vom 28.3.2006, LT-Drs. 4/2733),
  • Hamburg: Handlungskonzept und Maßnahmenkatalog: Hamburg schützt seine Kinder (Beschluss vom 05.06.2007, Bürgerschaftsdrucksache 18/6369),
  • Niedersachsen: Handlungskonzept Kinderschutz Niedersachsen des Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit (Stand: August 2007),
  • Nordrhein-Westfalen: Handlungskonzept der Landesregierung für einen wirksamen und besseren Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen des Ministeriums für Gesundheit, Familie, Frauen und Integration,
  • Sachsen: Handlungskonzept für präventiven Kinderschutz,
  • Thüringen: Maßnahmekatalog zur Fortentwicklung des Kinderschutzes in Thüringen vom 12.12.2006 sowie Fortschreibung des Maßnahmekataloges zur Stärkung des Kinderschutzes in Thüringen in den Jahren 2008 und 2009 vom 04.11.2008.

Alle Länder haben sich an unterschiedlichen Projekten zum Aus- und Aufbau "Früher Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" beteiligt und teilweise zusätzliche Programme aufgelegt und fortentwickelt. Dazu gehören beispielhaft:

  • Guter Start ins Kinderleben in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen
  • Keiner fällt durchs Netz in Hessen und im Saarland
  • Soziale Frühwarnsysteme in Nordrhein-Westfalen
  • Schutzengel in Schleswig-Holstein
  • Pro Kind in Bremen, Niedersachsen und Sachsen
  • Chancen für Kinder psychisch kranker Eltern in Mecklenburg-Vorpommern, auch in Rheinland-Pfalz (ohne Bundesförderung)
  • Wie Elternschaft gelingt in Brandenburg und Hamburg
  • Frühstart - Familienhebammen in Sachsen-Anhalt; weitere Hebammenprojekte in Bayern, Hamburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz (ohne Bundesförderung)
  • Netzwerk Kinderschutz als Frühwarnsystem in Berlin
  • Koordinierungszentren Kinderschutz – Kommunale Netzwerke Früher Hilfen in Niedersachsen
  • Programm STÄRKE in Baden-Württemberg

(Stand: Juni 2009)

Handlungskonzepte der Bundesländer

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