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Frühe Interventionen für Familien (PFIFF) (Wissenschaftliche Begleitung)

Die Evaluationsstudie "Frühe Interventionen für Familien - PFIFF" untersucht die Wirksamkeit der im Praxisprojekt durchgeführten Interventionen bei Risikofamilien. In der Studie soll überprüft werden, ob die Maßnahmen mit Elternschule und zusätzlichen Hausbesuchen durch die Familienhebammen über ein Jahr einen signifikanten Effekt zeigen. Die kontrollierte Studie wird unter naturalistischen Bedingungen durchgeführt.

Finanzierung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und Soziale Frühwarnsysteme". Die Mittelvergabe erfolgt über das NZFH.

Projektleitung und -koordination

Leitung: Prof. Dr. Manfred Cierpka, Dr. Anna Sidor
Koordination: Dipl.-Psych. Daniela Doege

Träger

  • Saarländisches Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Hessisches Sozialministerium
  • Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie

Forschungsfragestellung

  • Wie viele Risikofamilien können durch die Hausbesuche erreicht werden?

  • Wie erfolgreich ist der Aufbau von Kooperationsstrukturen in einem "Netzwerk für Eltern"?

  • Gibt es im Vergleich zu einer Kontrollgruppe einen signifikanten Effekt in den folgenden Bereichen: größere elterliche Kompetenz, funktionalere Eltern-Kind-Interaktionen, angemessener Entwicklungsstand der Säuglinge?

Stichprobe

Jeweils 150 hoch belastete Familien in der Interventions- und in der Kontrollgruppe

Forschungsdesign/Methode

Prozessevaluation: Beteiligte des Netzwerks für Eltern (Sozialarbeiterinnen und -arbeiter der Koordinationsstellen und Familienhebammen) werden in den beiden Projektstandorten in regelmäßigen Abständen zu folgenden Gesichtspunkten befragt: Arbeitsinhalt, Kooperationsstrukturen, Anregungen und Kritik an der Projektorganisation, etc. Außerdem gehen in die Prozessevaluation sämtliche soziodemographischen Daten der betreuten Familien und organisatorische Daten ein.

Ergebnisevaluation: Es wird ein Vergleich von sozial stark belasteten Familien, die eine Intervention bekommen, und solchen, die keine Intervention bekommen, durchgeführt. Die Daten für die kontrollierte Studie werden in zwei Landkreisen erhoben. Es handelt sich hier um eine quasiexperimentelle Studie, d. h. um eine kontrollierte Studie unter naturalistischen Bedingungen.

Kontakt

Prof. Dr. Manfred Cierpka, Dipl.-Psych. Daniela Doege (Projektkoodinatorin), Dr. Anna Sidor (PFIFF-Projektleiterin)
Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie
Bergheimer Straße 54, 69115 Heidelberg

Links zum Thema

Publikationen

Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln, 2010