NORDRHEIN-WESTFALEN | SCHLESWIG-HOLSTEIN

Evaluation Früher Hilfen und Sozialer Frühwarnsysteme in NRW und Schleswig-Holstein (Wissenschaftliche Begleitung)

Die wissenschaftliche Begleitung untersucht die Wirkungen von 13 Projekten Früher Hilfen und Sozialer Frühwarnsysteme in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein anhand eines einheitlichen Forschungsdesigns. Der Vergleich verschiedener Modelle und Herangehensweisen soll empirische Belege für allgemeine Erfolgsbedingungen liefern und dabei Kontextfaktoren angemessen berücksichtigen. Die Schaffung einer empirisch verlässlichen Basis für Transfers und damit für die Weiterentwicklung der Kinder-, Jugend- und Gesundheitshilfe ist Ziel der Evaluation. Die Fokussierung auf Wirkungsforschung ist dabei ein tragendes Element des vorliegenden Evaluierungskonzeptes, gleichzeitig geht es auch um prozessbegleitende Qualitätsentwicklung.

Finanzierung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und Soziale Frühwarnsysteme". Die Mittelvergabe erfolgt über das NZFH.

Projektleitung

Prof. Dr. Wolfgang Böttcher, Prof. Dr. Holger Ziegler
Mitarbeiter/-innen: Dipl. Päd. Pascal Bastian, Dipl. Päd. Virginia Lenzmann,
Dipl. Päd. Anne Lohmann, Dipl. Päd. Anna Hentschke

Träger

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung II, Qualitätsentwicklung und Evaluation/Sozialpädagogik, Münster

Kooperationspartner/-innen

NRW: Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration; Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln

Schleswig-Holstein: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren

Forschungsfragestellung

Die Hauptfragestellung der Evaluation lautet: Unter welchen Umständen wirken welche Konzepte Früher Hilfen und Sozialer Frühwarnsysteme für welche Zielgruppe?

Stichprobe

Wirkungsanalyse (Modul A): Telefonbefragungen von 300 bis 500 Familien und den zuständigen Helferinnen und Helfern

Qualitative Fallstudien (Modul B): Die Auswahl der Stichprobe wird mitbestimmt durch die Ergebnisse der Baseline-Befragung. Die Durchführung erfolgt parallel zur quantitativen Wirkungsanalyse.

Formativer Transfer (Modul C): beteiligte Projektakteurinnen und -akteure

Forschungsdesign/Methode

Wirkungsanalyse (Modul A): Das Untersuchungsdesign basiert auf einer quasi-experimentellen Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten: Pretest, Prozessbefragung und Posttest.

Qualitative Fallstudien (Modul B): Zur Präzisierung der Wirkungsevaluation und zur Analyse von Wirkmechanismen werden qualitativ-sinnverstehende Einzelfallstudien in Form von Experteninterviews, Feldbeobachtungen und Dokumentenanalysen durchgeführt.

Formativer Transfer (Modul C): Ziel ist die gezielte Aufarbeitung von Zwischenergebnissen anhand regelmäßiger Austauschtreffen.

Kontakt

Prof. Dr. Wolfgang Böttcher, Prof. Dr. Holger Ziegler
Mitarbeit: Dipl. Päd. Pascal Bastian, Dipl. Päd. Virginia Lenzmann, Dipl. Päd. Anne Lohmann, Dipl.-Päd. Anna Hentschke
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung II,
Qualitätsentwicklung und Evaluation
Georgskommende 33, 48143 Münster

Prof. Dr. Holger Ziegler
Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik/AG 8
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld

Publikationen

Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln, 2010