Hamburger Modellprojekt "Wie Elternschaft gelingt": Ergebnisse aus der Begleitforschung

Eine verlässliche Elternschaft kann auch unter schwierigsten Lebensbedingungen gelingen, wenn Mütter und ihre Kinder eine frühzeitige und intensive Unterstützung erhalten. Das zeigen die Evaluationsergebnisse aus dem NZFH-Modellprojekt „Wie Elternschaft gelingt“ am Standort Hamburg.

Nach einem Jahr intensiver Mutter-Kind-Betreuung im Rahmen des Forschungsprojektes konnten fast drei Viertel der Babys eine sichere Bindung zu ihrer Hauptbezugsperson, in aller Regel der Mutter, entwickeln. In einer Kontrollgruppe ohne entsprechende Betreuung waren es nur 45 Prozent. Bei 40 Prozent der Kontrollgruppenkinder im Alter von 24 Monaten schienen jegliche Formen organisierten Bindungsverhaltens zusammenzubrechen, in der Interventionsgruppe zeigten nur 13 Prozent dieses alarmierende Verhalten.

Das Praxisprojekt „Wie Elternschaft gelingt“ ist eines von zehn Modellprojekten Früher Hilfen in Deutschland, die im Rahmen des Aktionsprogramms des Bundesfamilienministeriums "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" mit allen Bundesländern initiiert wurden. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) übernahm die fachliche Begleitung der Projekte und koordinierte deren Evaluation.

Publikation zum Thema

Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln, 2011