Überblick über die Träger aufsuchender Früher Hilfen

95,8 Prozent der Jugendämter beteiligten sich im Sommer 2012 an einer telefonischen Befragung durch das NZFH. Dabei ging es unter anderem darum zu erfahren, welche Träger aufsuchende Frühe Hilfen anbieten. Das Ergebnis war beeindruckend: Insgesamt wurden 1.316 Träger genannt. Das NZFH konnte aus den Angaben 1.400 aufsuchende Angebote identifizieren.

58,4% der Angebote werden von freien Trägern durchgeführt, 41,6% von öffentlichen Trägern. Aufsuchende Angebote Früher Hilfen werden überwiegend von Fachkräften durchgeführt (79,6%). Am häufigsten werden Besuchsdienste mit Fachkräften genannt, die über einen Begrüßungsbesuch hinausgehen (36,6%). 15,6% der Angebote sind Besuchsdienste, die von (Familien-)Hebammen durchführt werden. Diese Angebotsform wurde in allen Bundesländern genannt. Bei 20,4% der Angebote werden Laien eingesetzt, beispielsweise Besuchsdienste mit Familienpaten (11,6%).

Als Träger aufsuchender Angebote Früher Hilfen werden im Bereich der öffentlichen Träger insbesondere Jugendämter genannt (34,1% der Angebote), im Bereich der freien Träger vor allem die Angebote von katholischen (15,2%) und evangelischen (12,2%) Trägern.

Ein zentrales Merkmal Früher Hilfen ist die interdisziplinäre Kooperation und eine entsprechende systemübergreifende Angebotsvielfalt. Im Bereich der aufsuchenden Frühen Hilfen fällt das Engagement der Träger aus den verschiedenen Hilfesystemen regional sehr unterschiedlich aus (Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitshilfe, Schwangerschaftsberatung, Frühförderung).

So wurden bspw. Angebote von Frühförderstellen in Bayern (13,5%) und im Saarland (12,5%) recht häufig genannt, von den Jugendämtern in allen anderen Bundesländern hingegen kaum oder gar nicht.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier:

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