Der Stand des Auf- und Ausbaus Früher Hilfen in den Kommunen

Die zentralen Ergebnisse der im Sommer 2012 durchgeführten telefonischen Befragung fast aller Jugendämter in Deutschland hat das NZFH in der Publikationsreihe KOMPAKT zusammengefasst. Die Daten zeigen unter anderem, dass die Jugendämter ihre Verantwortung als Steuerungsinstanz im Bereich Früher Hilfen wahrnehmen und dass der Ausbau von Netzwerken mit Zuständigkeit für Frühe Hilfen und/oder Kinderschutz auf einem guten Weg, aber noch nicht abgeschlossen ist.

Erfreulich ist, dass es in fast 90 Prozent der Kommunen Frühe Hilfen gibt, bei denen Familien in ihrem häuslichen Umfeld aufgesucht werden. 85 Prozent der Jugendämter haben zudem bereits Erfahrung in der Kooperation mit (Familien-)Hebammen und/oder Kinderkrankenpfleger/-innen, die Familien in belastenden Lebenslagen aufsuchen. Mitunter wurden von den Befragten Gründe für begonnene, aber letztlich gescheiterte Kooperationsgespräche mit (Familien-)Hebammen genannt. Insbesondere fiel es schwer, sich über die Vergütung des Einsatzes und die Klärung der Rollenverteilung bei der Fallbearbeitung zu verständigen. Auf folgende Fragen gaben die Jugendämter Antwort:

  • Wer steuert/koordiniert Frühe Hilfen in Ihrem Amtsbezirk?
  • Gibt es in Ihrem Amtsbezirk ein Netzwerk Kinderschutz/Frühe Hilfen?
  • Wenn es in Ihrem Amtsbezirk Netzwerke für Frühe Hilfen und Kinderschutz gibt, in welchem Verhältnis stehen diese zueinander?
  • Wo liegt in Ihrem Amtsbezirk der Schwerpunkt Früher Hilfen - bei Angeboten für alle Familien und/oder bei Angeboten für Familien in belastenden Lebenslagen?
  • Gibt es in Ihrem Amtsbezirk eine Zusammenarbeit mit (Familien-)Hebammen und/oder Kinderkrankenpfleger/-innen, die Familien in belastenden Lebenslagen aufsuchen?
  • Auf welcher vertraglichen Basis erfolgt die Zusammenarbeit mit (Familien-)Hebammen und/oder Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern und -pflegerinnen, die Familien in belastenden Lebenslagen aufsuchen?

Die Ergebnisse sind hier nachzulesen: