Kooperationstagung „Gemeinsam stark für Familien – Frühe Hilfen, Gesundheit und präventiver Kinderschutz"

Freitag, 25. November in der Kalkscheune in Berlin

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit & Frühe Hilfen und das Nationale Zentrum Frühe Hilfen veranstalteten am 25. November von 10 bis 17 Uhr die Kooperationstagung „Gemeinsam stark für Familien – Frühe Hilfen, Gesundheit und präventiver Kinderschutz".
Die Fachtagung wurde eröffnet durch die parlamentarischen Staatssekretärinnen bei der Bundesfamilienministerin, Frau Marks, und beim Bundesgesundheitsminister, Frau Fischbach.

Impressionen der Tagung

  • v.l.n.r.: Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Caren Marks,  Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin im Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI) begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kooperationstagung „Gemeinsam stark für Familien - Frühe Hilfen, Gesundheit und präventiver Kinderschutz" in  Berlin.
  • 230 Vertreterinnen und Vertreter vor allem aus dem Gesundheitswesen und der Kinder- und Jugendhilfe nahmen an der Kooperationstagung in der Kalkscheune in Berlin teil.

Vom Kind aus denken!

Kinder haben das Recht auf ein gesundes Aufwachsen und gute Entwicklungsbedingungen in unserer Gesellschaft. Aber nicht alle Kinder in Deutschland können von diesem Recht profitieren. 20% der Mädchen und Jungen erleiden aufgrund belastender Lebenslagen erhebliche Einschränkungen. Dabei haben soziale Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit eines Kindes. Ein gesundes Aufwachsen von allen Kindern, kann nur durch die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Sozialsysteme gelingen.

Gemeinsam stark für Familien

Dies erfordert von allen Fachkräften im Gesundheitswesen und in der Kinder- und Jugendhilfe ein engagiertes Eintreten für eine gesunde Kindesentwicklung. Die Belange der Kinder und ihrer Familien müssen im Mittelpunkt allen Handelns stehen.

Frühe Hilfen

Das zentrale Ziel der Frühen Hilfen ist eine ausreichende Versorgung von Familien mit Säuglingen und Kleinkindern bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres mit bedarfsgerechten Angeboten. Um dies zu realisieren, werden unterschiedliche Systeme – vor allem Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen – eng miteinander vernetzt. Je früher passgenaue Unterstützungsmöglichkeiten angeboten werden, umso größer sind die Chancen, Fehlentwicklungen bei Kindern entgegenzuwirken und die Weichen für ein gesundes Aufwachsen zu stellen.

Gesundheit und präventiver Kinderschutz

Wie in den Frühen Hilfen eine bessere Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Versorgungsbereichen des Gesundheitswesens - ambulant, stationär und öffentlich - mit der Kinder- und Jugendhilfe gelingen kann, ist Thema dieser Fachtagung. Dabei werden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und Fragen zu Schnittstellen Früher Hilfen und Kindeswohlgefährdung berücksichtigt.

Kooperationstagung

Die Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit & Frühe Hilfen und des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) wird unterstützt von einem breiten Bündnis aus Institutionen und Verbänden des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe:

  • Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ
  • Berufsverband der Frauenärzte (BVF)
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
  • Bundesärztekammer (BÄK)
  • Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)
  • Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ)

Nächste Schritte

Die Frühen Hilfen sind im Bundeskinderschutzgesetz verankert. Die Bundesinitiative Frühe Hilfen hat den flächendeckenden Ausbau in Deutschland umgesetzt. In fast allen Städten und Landkreisen gibt es koordinierte Netzwerke Frühe Hilfen. Die Zusammenarbeit von Akteuren des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe wurde ebenfalls verbessert. Vielerorts fehlt noch eine systematische Vernetzung, die eine nachhaltige Zusammenarbeit zum Wohl der Familien und Kinder garantiert. Auf der Tagung sollen die hierzu erforderlichen nächsten Schritte entwickelt werden.

Zielgruppe

  • Entscheiderinnen und Entscheider auf den unterschiedlichen Ebenen in Bund, Ländern und Kommunen
  • Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe
  • Vertreterinnen und Vertreter des Gesundheitswesens
  • Mitglieder der wissenschaftlichen Fachgesellschaften und der Berufsverbände

Das Programm bietet Ihnen eine Übersicht über den Tagungsablauf und die Referentinnen und Referenten, die an der Kooperationstagung „Gemeinsam stark für Familien – Frühe Hilfen, Gesundheit und präventiver Kinderschutz" teilgenommen haben.

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