Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert: Planung, Steuerung und Qualitätsentwicklung in Netzwerken Frühe Hilfen

Ein zentrales Ziel der Bundesinitiative Frühe Hilfen ist der Auf- und Ausbau von Netzwerken Frühe Hilfen. Durch die bereichsübergreifende Zusammenarbeit auf struktureller Ebene sollen Lücken in der Versorgung von jungen Familien erkannt und durch koordinierte Zusammenarbeit behoben werden. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, brauchen die Beteiligten Kenntnisse für die Planung, Prozesssteuerung und Qualitätsentwicklung in den Netzwerken Frühe Hilfen.

Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert stellt in seinem Beitrag „Planung, Steuerung und Qualitätsentwicklung in Netzwerken Frühe Hilfen“ Ansätze vor, die Impulse für die Operationalisierung dieser umfangreichen Aufgaben bieten.

Beim Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen ist ein wichtiger Bezugspunkt der Nutzen, welche die jungen Familien von den entsprechenden Aktivitäten haben. Neben der Ansprache und dem Einbezug der verschiedenen Entscheidungsebenen ist dabei auch die Entwicklung einer Präventionsstrategie als gemeinsame Leitlinie aller Beteiligten im Netzwerk ein wesentlicher Schritt.

Bei der Steuerung von Netzwerken geht es in erster Linie um die Gestaltung von Austauschbeziehungen zwischen den Partnerinnen und Partnern. Im zweiten Abschnitt des Beitrags wird im Hinblick auf die Netzwerksteuerung zwischen Management und koordinierenden Aufgaben unterschieden. Diese Differenzierung trägt zur gelingenden Umsetzung vor Ort in den Netzwerken Frühe Hilfen bei.

Damit Netzwerke Frühe Hilfen eine hohe Wertschöpfung für die Adressatinnen und Adressaten erreichen, ist die Qualitätsentwicklung grundlegend. Wertschöpfung wird erzielt durch die Verbindung von Leistungen und Aktivitäten zu einer Prozesskette. Ein Erfolgsgarant für das Gelingen ist ein adäquates Schnittstellenmanagement, welches auf gemeinsam verabredeten Qualitätsstandards basiert.

Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert lehrt an der TH Köln. Er leitet das Institut für Angewandtes Management und Organisation in der Sozialen Arbeit (IMOS). Als Experte arbeitete er bei der Erstellung des Kompetenzprofils „Netzwerkkoordinatorinnen und Netzwerkkoordinatoren Frühe Hilfen“ des NZFH mit.