Prof. Dr. Dirk Nüsken: Kultur und Leitbild in Netzwerken Frühe Hilfen

Neben guten strukturellen Rahmenbedingungen, sind der Austausch über das Selbstverständnis aller Netzwerkpartnerinnen und -partnern und die gelebte Kultur wesentlich für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit in den Frühen Hilfen. Die Leitbildentwicklung und die in dem Prozess eingesetzten Methoden stellen eine Möglichkeit dar, die Ziele und Visionen für eine bedarfsgerechte Versorgung der Familien vor Ort zu beschreiben.

Prof. Dr. Nüsken stellt in seinem Beitrag verschiedene Methoden und Ansätze vor, wie in Netzwerken der Prozess zur Leitbildentwicklung gestaltet werden kann. Auch liefert Nüsken Argumente und Anreize, sich auf diesen Prozess einzulassen.

Bei der Betrachtung von Kultur und Leitbild spielen die sogenannten „weichen“ Faktoren eine zentrale Rolle. So greift der Beitrag die Fragen nach Reflexionsräumen und die Vermittlung der entwickelten Ziele in die Herkunftsorganisationen der Netzwerkpartnerinnen und -partner auf. Die Aufgabe einer Leitbildentwicklung scheint zunächst sehr umfangreich. Durch die im Beitrag beschriebenen Schritte kann der Prozess gut geplant und anschließend im Netzwerk Frühe Hilfen umgesetzt werden.

Prof. Dr. Dirk Nüsken lehrt seit 2009 an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe. Seine Schwerpunkte in der Lehre und Forschung sind unter anderem der Kinderschutz und die Frühen Hilfen sowie die Nutzerforschung.