Kompetenzprofil Netzwerkkoordinatorinnen und Netzwerkkoordinatoren

Mit dem Kompetenzprofil zeigt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)  Grundlegendes zum Verständnis der Netzwerkkoordination in den Frühen Hilfen auf. Es beschreibt das Kompetenzprofil in seiner Systematik und führt die Handlungsanforderungen, Kernkompetenzen und Kompetenzen aus. Zudem gibt es Hinweise zu den strukturellen Rahmenbedingungen der Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren in den Frühen Hilfen.

Entwickelt wurde das Kompetenzprofil in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis. Die Erstellung erfolgte im Kontext der Bundesinitiative Frühe Hilfen, die gemeinsam mit dem Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) den maßgeblichen Bezugsrahmen für die Netzwerkkoordination und somit auch für die im Profil beschriebenen Kompetenzen bildet.

Das Kompetenzprofil ist als Orientierung für Anbieter von Fort- und Weiterbildungen sowie für Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren gedacht, um zu vermittelnde oder zu erwerbende Kompetenzen einordnen zu können. Anstellungsträger können das Kompetenzprofil zur Auswahl von Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren heranziehen oder deren Qualifizierungsbedarfe erschließen.

Um den komplexen und heterogenen Anforderungen mit einem Kompetenzprofil gerecht zu werden, versteht sich dieses als umfassende Darstellung breit gefächerter Kompetenzen, die sich Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren durch ihre berufliche Praxis schrittweise aneignen, durch Qualifizierungsmaßnahmen erwerben und durch Praxisberatung, Qualitätszirkel oder Supervision kontinuierlich vertiefen.

Die beteiligten Expertinnen und Experten

Annelie Adam, Amt für Soziale Dienste Bremen
Petra Bremke-Metscher, Stadt Oldenburg, Koordinierungszentrum Kinderschutz – Kommunales Netzwerk Frühe Hilfen, Fachdienst Soziale Dienste
Prof. Dr. Jörg Fischer, Fachhochschule Erfurt, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Raimund Geene, Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften
Stefan Heinitz, Die Kinderschutz-Zentren, Köln
Michaela Herchenhan, Deutsche Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF)
Prof. Dr. Albert Lenz, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Paderborn, Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie (igsp)
Alexander Mavroudis, LVR-Landesjugendamt Rheinland, Koordinationsstelle Kinderarmut
Dr. Sandra Menk, Landesjugendamt Mainz, Servicestelle Kindesschutz
Mariana Rudolf, Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie, Projekt »Keiner fällt durchs Netz«
Laura Schrimpf, ZBFS-Bayerisches Landesjugendamt, Koordinierende Kinderschutzstellen – Netzwerk frühe Kindheit in Bayern
Prof. Dr. Herbert Schubert, Fachhochschule Köln, Institut für angewandtes Management und Organisation in der Sozialen Arbeit (IMOS)
Gabriele Schuster, Supervision/Coaching, Organisationsberatung, München

Redaktion und Koordination NZFH:
Till Hoffmann
Melanie Mengel
Eva Sandner

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Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln, 2013