Kompetenzprofil Familienhebammen

Mit dem Kompetenzprofil Familienhebammen erarbeitete das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) einen Referenzrahmen zur Qualifizierung von Hebammen im Feld der Frühen Hilfen. An ihm orientiert sich die Förderfähigkeit des Einsatzes und der Qualifizierung von Familienhebammen im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Praxis sowie dem Deutschen Hebammenverband entwickelte das NZFH das vorliegende Kompetenzprofil. Das Kompetenzprofil ist als Reflexionsfolie für Anbieter von Fort- und Weiterbildungen sowie als Orientierungshilfe für Familienhebammen gedacht, um zu vermittelnde oder zu erwerbende Kompetenzen einordnen zu können. Es dient als umfassende Darstellung von kontextbezogen Kompetenzen, die sich Hebammen durch ihre berufliche Praxis aneignen oder durch Fort- bzw. Weiterbildung zur Familienhebamme erwerben sowie Kompetenzen, die Familienhebammen durch Supervision, Fachberatung oder kollegiale Beratung vertiefen.

Um an das Kompetenzprofil Familienhebammen anschlussfähig zu sein, empfiehlt es sich für Anbieter von Fort- und Weiterbildungen, Curricula entlang von kompetenzorientierten Modulen neu oder weiter zu entwickeln.

Die Struktur des Kompetenzprofils umfasst auf der obersten Ebene fünf Kategorien: "Qualitätsentwicklung", "Gesundheit und Entwicklung des Säuglings", "Gesundheit und Entlastung der primären Bezugspersonen", "Beziehung und Interaktion der primären Bezugspersonen mit dem Säugling", sowie "Kooperation", denen insgesamt 10 inhaltliche Handlungsanforderungen zugeordnet sind. 

Die Experten und Expertinnen

Kristin Adamaszek, Stiftung Pro Kind Niedersachsen, Bremen
Dr. Gertrud Ayerle, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Claudia Dachs, Deutscher Hebammenverband, Karlsruhe
Dr. Andreas Eickhorst, Institut für psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie Universitätsklinikum Heidelberg
Ulrike von Haldenwang, Hebamme, Berlin
Dr. Christiane Hornstein, Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch
Ute Lange, Hochschule Osnabrück
Jennifer Jaque-Rodney, Familienhebamme, Bochum
Elke Mattern, Hochschule für Gesundheit Bochum
Angela Nieting, Deutscher Hebammenverband, Karlsruhe
Margot Refle, Felsenweginstitut, Dresden
Barbara Staschek, Diplom-Pädagogin, Bad Gandersheim
Prof. Dr. Adolf Windorfer, Stiftung Eine Chance für Kinder, Hannover

Redaktion und Koordination NZFH:
Eva Sandner
Michael Hahn

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Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln, 2. Auflage 2013