Kompetenzprofile

Kompetenzprofile beschreiben, welches Wissen und welche Fertigkeiten Fachkräfte zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Mit der Erarbeitung von Kompetenzprofilen fördert die Bundesinitiative die Professionalisierung der Fachkräfte in den Frühen Hilfen.

Was kann eine Familienhebamme? Was weiß eine Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin oder ein -pfleger? Welche Sozialkompetenz brauchen Netzwerkkoordinierende? Und welche Selbstreflexion wird von diesen Fachkräften erwartet, damit sie zu ihrer jeweiligen Aufgabe in den Frühen Hilfen eine professionelle Haltung entwickeln können?

Im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen werden Kompetenzprofile entwickelt, die diese Fragen systematisch beantworten. Die Profile sind ausgerichtet nach dem Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR), der die Vorgaben des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) für die Bundesrepublik umsetzt. Erfahrungen der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WIFF) fließen dabei ein.

Die Kompetenzprofile formulieren konkrete Handlungsanforderungen und damit verbundene charakteristische Aufgaben, die Fachkräfte aktiv in ihrer beruflichen Praxis gestalten und professionell zu bewältigen haben. Entlang dieser Handlungsanforderungen werden entsprechende Kompetenzen bestimmt. Durch die Unterscheidung von Fachkompetenzen (Wissen und Fertigkeiten) sowie Personalen Kompetenzen (Sozialkompetenz und Selbstkompetenzen wird eine besonders konkrete und kontextspezifische Bestimmung von Kompetenzen ermöglicht.

Kompetenzprofile enthalten keine methodischen oder didaktischen Hinweise. Sie sind keine Curricula sondern Referenzrahmen für Qualifizierung – unabhängig davon, ob diese in einer Fortbildungsveranstaltung oder durch berufsbegleitendes Lernen erweitert wird.

Für die Erarbeitung eines Kompetenzprofils stellt das NZFH jeweils eine Gruppe von ausgewählten Expertinnen und Experten zusammen, die Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis einbringen können. Beteiligt werden Berufsverbände und diejenigen, die Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Profession beschäftigen, fortbilden oder fachlich begleiten. So wird gewährleistet, dass umfangreiches Wissen über die jeweilige Profession aus verschiedenen Perspektiven eingebracht werden kann und das Kompetenzprofil nach seinem Erscheinen eine hohe Akzeptanz in der Fachpraxis erfährt.

Kompetenzprofile wurden entwickelt für Familienhebammen (veröffentlicht 2012), Netzwerkoordinatorinnen und -koordinatoren (veröffentlicht 2013) sowie für Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger (veröffentlicht 2014).

Planungen des NZFH außerhalb der Bundesinitiative sehen vor, weitere berufsbezogene Kompetenzprofile zu entwickeln, z.B. für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Die AG Qualifizierung  des Beirats des NZFH arbeitet an der Beschreibung interdisziplinärer Kernkompetenzen, die alle Berufsgruppen in den Frühen Hilfen anwenden.

Mit dem Kompetenzprofil Familienhebammen erarbeitete das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) einen Referenzrahmen zur Qualifizierung von Hebammen im Feld der Frühen Hilfen. An ihm orientiert sich die Förderfähigkeit des Einsatzes und der Qualifizierung von Familienhebammen im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen.

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Mit dem Kompetenzprofil zeigt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) Grundlegendes zum Verständnis der Netzwerkkoordination in den Frühen Hilfen auf. Es beschreibt das Kompetenzprofil in seiner Systematik und führt die Handlungsanforderungen, Kernkompetenzen und Kompetenzen aus. Zudem gibt es Hinweise zu den strukturellen Rahmenbedingungen der Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren in den Frühen Hilfen.

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Mit dem Kompetenzprofil beschreibt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen charakteristische Aufgaben (Handlungsanforderungen) und daraus abgeleitete Kompetenzen für „Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger in den Frühen Hilfen“ (Kurztitel: „FGKiKP in den Frühen Hilfen“).

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