Wirkungsforschung

Das NZFH untersucht die Effekte der verschiedenen Angebote Früher Hilfen. Ein besonders wichtiges Angebot im Kontext Früher Hilfen ist die Unterstützung durch Familienhebammen oder vergleichbar qualifizierten Fachkräften aus dem Gesundheitsbereich.

Der Einsatz von Familienhebammen ist ein Förderschwerpunkt der "Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen". Um beurteilen zu können, ob mit dem qualitativen und quantitativen Ausbau der Familienhebammenunterstützung in Deutschland ein Nutzen für belastete Familien erzielt werden kann, führt das NZFH mehrere Studien durch. In 2013 startete eine Online-Befragung von Familienhebammen und vergleichbar qualifizierten Fachkräften aus dem Gesundheitsbereich, die seit 2014 durch eine qualitative und eine quantitative Studie ergänzt werden (Aktenanalyse und Elternbefragung). 

Die Befragung von 1000 Eltern mit Kindern bis zum 2. vollendeten Lebensjahr wird im Auftrag des NZFH von dem SOKO Institut, Bielefeld, durchgeführt. Die Mehrzahl der Eltern, die im häuslichen Umfeld einen Fragebogen beantworten, sind zum Zeitpunkt der Erhebung in der Betreuung von Familienhebammen oder vergleichbar qualifizierten Fachkräften aus dem Gesundheitsbereich. Ziel der Studie ist es, die Eltern zu Wort kommen zu lassen. Wie bewerten Eltern die Betreuung durch eine Familienhebamme? War diese Unterstützung hilfreich? Konnte die Familienhebamme durch ihre Tätigkeit den individuellen Hilfebedarf abmildern? Gibt es Verbesserungsvorschläge?

Modellprojekte in den Ländern

Um Frühe Hilfen als wirksame und präventive Unterstützungsangebote dauerhaft einzurichten, sind wissenschaftliche Erkenntnisse von großer Bedeutung. Daher wurden im Rahmen des Aktionsprogramms „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und Soziale Frühwarnsysteme“ in den Ländern Modellprojekte gefördert, um Erfahrung und Wissen über frühzeitige Unterstützungsangebote zu gewinnen. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen hat die Modellprojekte fachlich begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse sind unter anderem in die Ausgestaltung der Bundesinitiative Frühe Hilfen eingeflossen.

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Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit einer Zusatzqualifikation. Diese befähigt sie dazu, Eltern und Familien in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen. Sie gehen bis zu einem Jahr nach der Geburt des Kindes in die Familien, unterstützen bei der gesundheitlichen Versorgung und leisten dort psychosoziale Unterstützung.

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