Evaluation

Im Zuge der Evaluation dokumentiert das NZFH die von der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ angestoßenen Entwicklungen und wertet diese aus. Ziel ist es, Empfehlungen zu formulieren für die im Anschluss an die Bundesinitiative vorgesehene dauerhafte Förderung durch den Bund.

Zu den Aufgaben des NZFH gehört laut Artikel 6 der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des mit der Bundesinitiative Frühe Hilfen geförderten Strukturaufbaus in Ländern und Kommunen. Ziel ist es, den mit der Bundesinitiative verbundenen Erkenntnisgewinn zu sichern hinsichtlich:

  1. der strukturellen Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Ausstattung von Netzwerken mit Zuständigkeit für Frühe Hilfen, und des systematischen Einbezuges des Gesundheitswesens,
  2. der Einsatzmöglichkeiten, der Anbindung und des Erfolgs der Arbeit von Familienhebammen und vergleichbaren Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich in diesen Netzwerken,
  3. der Möglichkeiten und Grenzen des Einbezugs ehrenamtlichen Engagements im Kontext der Frühen Hilfen zum Beispiel hinsichtlich der Übergänge von ehrenamtlichem Engagement und professionellem Handeln und der Qualitätsstandards für den Einsatz Ehrenamtlicher.

Basis der Evaluation sind Daten, die bei Familienhebammen, Kommunen und Bundesländern zu Maßnahmen und Aktivitäten im Rahmen der Bundesinitiative erhoben werden.

Ergänzt werden diese Erhebungen durch qualitative Vertiefungsstudien.

Die konkreten Erhebungsgegenstände und das genaue Verfahren der Datenerhebung werden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bund und Ländern erarbeitet.

Die Ergebnisse der Dokumentation und Evaluation fließen in zwei Berichte ein, die vom Bund und den Ländern dem Deutschen Bundestag vorgelegt werden.

Modellprojekte in den Ländern

Um Frühe Hilfen als wirksame und präventive Unterstützungsangebote dauerhaft einzurichten, sind wissenschaftliche Erkenntnisse von großer Bedeutung. Daher wurden im Rahmen des Aktionsprogramms „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und Soziale Frühwarnsysteme“ in den Ländern Modellprojekte gefördert, um Erfahrung und Wissen über frühzeitige Unterstützungsangebote zu gewinnen. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen hat die Modellprojekte fachlich begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse sind unter anderem in die Ausgestaltung der Bundesinitiative Frühe Hilfen eingeflossen.

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Publikationen

Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln, 2012
Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln, 2012
Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln, 4. Auflage 2011