Was bedeutet die Bundesinitiative für die kommunalen Angebote, die nicht förderfähig sind?

In vielen Kommunen gibt es niedrigschwellige, sozialraumorientierte Angebote wie Familienzentren oder haushaltsnahe Unterstützungsleistungen. Auch sie profitieren von der Bundesinitiative, denn die Förderung von Netzwerken Früher Hilfen erleichtert den Zugang zu diesen Angeboten für junge Familien.

Um besonders belastete, sozial isolierte Familien adäquat unterstützen zu können, bedarf es spezifischer Angebote mit niedrigschwelligem Zugang. Exemplarisch steht dafür die Arbeit der Familienhebammen, die gesundheitsfördernde und pflegerische Aspekte mit präventiver psychosozialer Unterstützung und Förderung verbinden. Als „Brückenbauerinnen“ zwischen dem Gesundheitssystem und der Kinder- und Jugendhilfe nehmen sie (noch) eine Sonderstellung ein.

Für die Honorierung ihrer Leistungen außerhalb der Regelfinanzierung gab es bislang keine bundesweit verlässliche Basis. Hier schafft die Bundesinitiative Abhilfe. Ob dieses Angebot in den nächsten drei Jahren in ausreichender Zahl und Qualität zur Verfügung gestellt werden kann und wie es von den Familien angenommen wird, ist eine der zentralen Fragen der Begleitforschung.

In vielen Kommunen sind darüber hinaus weitere niedrigschwellige, sozialraumorientierte Angebote bspw. der Familienzentren oder haushaltsnahe Unterstützungsleistungen zentrale Pfeiler im Angebotsspektrum für junge Familien. Hier wurde in den letzten Jahren mit viel Engagement Aufbauarbeit geleistet.

Auch wenn sie über die Bundesinitiative zunächst nicht so wie die Arbeit der Familienhebammen oder vergleichbarer Gesundheitsfachberufe gefördert werden können, sind und bleiben diese Angebote wichtige Bestandteile eines vielfältigen Versorgungssystems, das den je nach Lebenslage recht unterschiedlichen Bedarfen von Eltern und Kindern gerecht werden soll. Über die von der Bundesinitiative geförderten Netzwerke soll der Zugang zu diesen Angeboten für Familien noch leichter gemacht werden.

In Netzwerken Frühe Hilfen arbeiten Fachkräfte der Frühen Hilfen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen und tauschen ihr Wissen über ihre jeweiligen Angebote aus. Die Fachkräfte kommen aus dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe, aus der Schwangerschaftsberatung und der Frühförderung.

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Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit einer Zusatzqualifikation. Diese befähigt sie dazu, Eltern und Familien in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen. Sie gehen bis zu einem Jahr nach der Geburt des Kindes in die Familien, unterstützen bei der gesundheitlichen Versorgung und leisten dort psychosoziale Unterstützung.

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