Ehrenamtliche Strukturen

Ergänzend zu Fachkräften kommen in den Frühen Hilfen auch Ehrenamtliche zum Einsatz. Sie leisten alltagspraktische Unterstützung und helfen den Familien, ihr eigenes soziales Netzwerk zu erweitern. Die hauptamtliche Fachbegleitung von Ehrenamtlichen ist förderfähig im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen.

Ehrenamtliche können Familien in belastenden Situationen durch praktische Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder durch Mithilfe im Haushalt entlasten. Ehrenamtliche können eigene Lebenserfahrungen in Gespräche mit den Müttern, Vätern oder anderen primären Bezugspersonen der Kinder einbringen und haben ggf. auch ein gutes Gespür für weiteren Hilfebedarf von Familien.

Die Bundesinitiative Frühe Hilfen soll Möglichkeiten und Grenzen des Einbezugs ehrenamtlichen Engagements im Kontext der Frühen Hilfen klären, zum Beispiel hinsichtlich der Übergänge zu und von professionellem Handeln. Ziel der Bundesinitiative ist es auch, Erkenntnisse zu Qualitätsstandards für den Einsatz Ehrenamtlicher im Bereich der Frühen Hilfen zu gewinnen.

Gefördert werden ausschließlich Ehrenamtsstrukturen, die an ein für Frühe Hilfen zuständiges Netzwerk angeschlossen sind. Förderfähig sind Sach- und Personalkosten für Qualitätssicherung, Koordination, Fachbegleitung, Schulungen, Fahrtkosten sowie Netzwerkarbeit.

Die Bundesinitiative Frühe Hilfen unterstützt Bundesländer, Städte, Gemeinden und Landkreise in ihrem Engagement für die Frühen Hilfen. Mit den Mitteln sollen regionale Netzwerke Frühe Hilfen gestärkt und der Einsatz von Familienhebammen bzw. vergleichbaren Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich gefördert werden. Auch ehrenamtliches Engagement wird dabei berücksichtigt.

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Publikationen zum Thema

Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen in Kooperation mit dem Deutschen Caritasverband e.V., Köln, 2015
Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI) und TU Dortmund, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik AKJSTAT, Köln, 2015