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Keiner fällt durchs Netz (KFDN) (Intervention)

Das Projekt "Keiner fällt durchs Netz (KFDN)" richtet sich an werdende Mütter und Väter bzw. Eltern von Neugeborenen. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf Familien mit besonderen Belastungen. Auf den Geburtshilfe-Stationen in den acht Projektlandkreisen werden Eltern mithilfe einer Risikocheckliste für zwei Interventionsformen, entweder für eine Elternschule (nicht oder nur leicht belastete Familien) und/ oder für eine Begleitung durch eine Familienhebamme (stark belastete Familien), ausgewählt. In allen Landkreisen werden Koordinationsstellen und ein "Netzwerk für Eltern" etabliert, in dem die Vertreterinnen und Vertreter der Frühen Hilfesysteme zusammenarbeiten. Ferner bietet ein Team des Universitätsklinikums Heidelberg den Hebammen regelmäßige Supervisionen an.

 

Finanzierung

Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlands, Hessenstiftung sowie die Modellstandorte. In Hessen übernehmen die Krankenkassen einen Großteil der Kosten für das Elternseminar.

 

Projektleitung und -koordination

Leitung: Prof. Dr. Manfred Cierpka
Koordination: Dr. Andreas Eickhorst
Die Umsetzung und Vernetzung in den Projektkreisen vor Ort erfolgt durch eine Koordinationsstelle.

 

Träger

  • Saarländisches Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur 
  • Hessenstiftung – Familie hat Zukunft 
  • Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie
 

Standorte

Landkreise Offenbach und Bergstraße (Hessen), alle sechs Landkreise des Saarlandes (St. Wendel, Saarlouis, Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarpfalz-Kreis und Regionalverband Saarbrücken)

 

Kooperationspartner/-innen

Jugend- und Gesundheitsämter der beteiligten Projektlandkreise, Focus Familie gGmbH, hessenstiftung – familie hat zukunft

 

Zielgruppen

Familien im Projektgebiet mit deutlichem Schwerpunkt auf besonders belastete Familien. Zeitraum: 1. Lebensjahr des Kindes, danach Sicherstellung der Weitervermittlung.

 

Angebote und Hilfen

Schritt 1: Von den Teams auf den Geburtsstationen werden denjenigen Eltern Familienhebammen vermittelt, die sich nicht bereits aus eigener Initiative um Unterstützung durch eine Hebamme bemüht haben.

Schritt 2: Allen Eltern wird die Elternschule "Das Baby verstehen" zur Stärkung der elterlichen Sicherheit angeboten. Besonders belastete Familien erhalten Hausbesuche durch eine Familienhebamme über das gesamte 1. Lebensjahr.

Schritt 3: In Fällen, in denen die Familienhebammen im Laufe dieses Jahres mithilfe eines Screenings Risikokonstellationen identifizieren, werden die Familien an die bestehenden Hilfeeinrichtungen vermittelt.

 

Kontakt

Prof. Dr. Manfred Cierpka, Dr. Andreas Eickhorst (Projektkoodinator), Anna Sidor (PFIFF-Projektleiterin)
Universitätsklinikum Heidelberg,
Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie
Bergheimer Straße 54, 69115 Heidelberg

 
   

Publikationen

Praxishandbuch für Familienhebammen. Arbeit mit belasteten Familien Daniel Nakhla, Andreas Eickhorst, Manfred Cierpka; Mabuse (Verlag), Frankfurt a.M., 2009
 

Materialien