Hierfür müssen Informationen zusammengeführt und Kriterien entwickelt werden, die es der Kinder- und Jugendhilfe wie den Hilfen des Gesundheitswesens erleichtern, auf eine nicht-diskriminierende Art besonders belastete Familien zu erkennen und geeignete Präventionsangebote (weiter) zu entwickeln und im sozialen Nahraum der Familien anzubieten. Kinder-, Jugend- und Gesundheitshilfen müssen aufeinander abgestimmte und sich ergänzende Maßnahmen der Prävention anbieten von Maßnahmen der Qualifizierung der Eltern mit kleinen Kindern bis hin zur intensiven sozialpädagogischen Unterstützung von Familien in Krisensituationen. Die jüngsten Fälle von Kindeswohlgefährdungen bis hin zu Kindstötungen von Säuglingen und Kleinkindern verdeutlichen, dass der primärpräventiv fokussierte Auftrag "Früher Hilfen" inhaltlich schnell an die Intervention (sekundäre und tertiäre Prävention) heranreicht. Vor diesem Hintergrund muss die rein primärpräventive Wissensbasis vertieft und die hierauf bezogene praktische Arbeit intensiviert werden, sie bedarf aber darüber hinaus der Erweiterung um die Wissensbreite zu wirksamen Hilfen bei Kindeswohlgefährdungen.
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) zielt auf eine wissensbasierte Verbesserung der Praxis im Feld Früher Hilfen und den Aufbau einer Präventionskette von der allgemeinen und frühzeitigen Information und Aufklärung über die Kindesentwicklung bei werdenden Eltern, über die Motivation zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen und die aktive Verweisung an spezielle Hilfen und Unterstützungen bis hin zur begleitenden Familienarbeit in schwierigen sozialen Lagen. Im Mittelpunkt sollen Familien mit Kindern vom vorgeburtlichen Alter bis zum Alter von ca. drei Jahren stehen, deren Lebenssituationen durch hohe Belastungen (zum Beispiel Armut, Gewalt oder Suchterkrankung im Elternhaus) gekennzeichnet sind.
Publikation zum Thema
Dokument
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Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme (PDF, 102 KB) (pdf / 103 KB)
Aktionsprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Schutz von Kleinkindern, zur Früherkennung von Risiken und Gefährdungen und zur Implementierung effektiver Hilfesysteme, 2006
Links zum Thema
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Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme (Recherchedatum: 09.07.2010)








