Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)

Konzeption und Methode

Die Arbeit des Zentrums wird von drei Säulen getragen: einer Wissensplattform, der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Unterstützung der Akteurinnen und Akteure im Feld Früher Hilfen mit dem Ziel des Wissenstransfers.
 
   

Maßnahmen und Aktivitäten

Drei Säulen tragen die Arbeit des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) und bestimmen die Maßnahmen und Aktivitäten:

  • Erstellung einer Wissensplattform, die Informationen zu den bislang eingesetzten Modellen und zur ausgeübten Praxis enthält, damit aus Erfahrungen – aus Fehlern wie aus guten Beispielen – wechselseitig gelernt werden kann.
  • Öffentlichkeitsarbeit in Form von Kommunikationsstrategien, sowohl für die Fachwelt als auch für die Öffentlichkeit, um den Aufbau Früher Hilfen voranzutreiben und Hürden für die Inanspruchnahme zu senken.
  • Anregung und Unterstützung der Akteurinnen und Akteure im Feld Früher Hilfen, dabei insbesondere Praktikerinnen und Praktiker, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Ländern und Kommunen sowie Evaluatorinnen und Evaluatoren, um die Weiterentwicklung vorhandener Ansätze und Strukturen und den Transfer von Wissen zu ermöglichen.
Organisations- und Aufgabenstruktur des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen
Lupe

Organisations- und Aufgabenstruktur des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen

 

Säule Eins: Wissensplattform

  • Weiterführung der in der Kurzevaluation begonnen Recherche zu Praxisprojekten und Arbeitsansätzen im Feld Früher Hilfen (Recherche),
  • kontinuierliche sozialräumliche Beobachtung der Praxisentwicklung im Feld Früher Hilfen, Identifizierung guter Praxisbeispiele (Monitoring),
  • Sammeln und Aufbereiten von Forschungsbefunden zu Wirksamkeit, Effizienz und Praktikabilität verschiedener Arbeitsansätze (Verbesserung der Wissensgrundlage),
  • Entwicklung von Kriterien zur Systematisierung und Bewertung der Praxis (Elemente von Qualitätssicherung),
  • Entwicklung von Empfehlungen und Arbeitshilfen für die Praxis, zum Beispiel zur Erreichbarkeit bestimmter Zielgruppen und deren Bedarfen (Verbesserung der Qualität der Praxis).
 

Säule Zwei: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

  • Information und Aufklärung der (Fach-)Öffentlichkeit über wichtige Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich Früher Hilfen,
  • Klimaschaffung und Sensibilisierung der Entscheidungsträger in den Ländern und Kommunen zum weiteren Aufbau Früher Hilfen,
  • Information und Aufklärung der Zielgruppe der (werdenden) Eltern zur Kindesentwicklung und über Gefahren für Kinder, insbesondere mit Blick auf die Bedeutung der ersten Lebensjahre,
  • Klimaschaffung und Bekanntmachung von regionalen bzw. lokalen Hilfs- und Unterstützungsangeboten für Familien, zum Beispiel zur Stärkung der Elternkompetenzen.
 

Säule Drei: Entwicklung und Transfer

  • Unterstützung der einschlägigen staatlichen und nichtstaatlichen Akteurinnen und Akteure in Bund, Ländern und Kommunen, vor allem der kommunalen Entscheidungsträger und Verwaltungsspitzen, beim Aufbau und der Weiterentwicklung von Strukturen und Angeboten im Bereich Früher Hilfen,
  • Unterstützung der fachübergreifenden Vernetzung der Akteurinnen und Akteure im Feld Früher Hilfen (zunächst in ausgewählten Regionen),
  • Unterstützung der Praktikerinnen und Praktiker beim Austausch über die bisherigen Erfahrungen und die Weiterentwicklung von Arbeitsansätzen im Feld Früher Hilfen,
  • Unterstützung der Forschenden im Bereich der Evaluation Früher Hilfen zur Abstimmung von (laufenden und geplanten) Forschungsvorhaben und Weiterentwicklung der verwendeten Methoden, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen,
  • Unterstützung bei der Weiterentwicklung bestehender Ausbildungsgänge und Konzeption von Fort- und Weiterbildungsangeboten für die Fachkräfte der Professionen, die im Bereich Früher Hilfen tätig sind (Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe, Pädagogik).
 

Publikation zum Thema

Nationales Zentrum Frühe Hilfen - Aufgaben und Ziele Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) (Hrsg.), 2008